Benefizkonzert mit Anna Caterina Antoniacci in Genf 2014

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des SHOMS organisierte die Sektion Genf am Donnerstag, den 2. Oktober 2014, ein Rezital im Théâtre de l’Espérance.
Wir erwarteten eine talentierte Sängerin, wir erwarteten eine schöne Aufführung: Wir erhielten beides und noch viel mehr! Das Publikum war sehr empfänglich, aufmerksam und begeistert, der Applaus steigerte sich und endete in einer Apotheose. Wir erlebten einen außergewöhnlichen Abend, an dem wir der erhabenen Stimme der Sopranistin Anna Caterina Antonacci lauschten.
Sie war so freundlich, uns großzügigerweise ihre Unterstützung bei der Feier dieses Jubiläums anzubieten. Alle Spenden und Gewinne dieses Abends kommen der ehrenamtlichen Arbeit in der Pädiatrie des Kantonskrankenhauses Genf und Malteser International zugute.
In einer intimen Verbindung, fast wie ein Privatkonzert, zeigt uns diese erhabene Künstlerin ihre Welt unter sehr kurzen und abwechslungsreichen Opernmelodien.
Die italienische Sopranistin, die seit einigen Jahren in Genf lebt, wechselt fröhlich von Hahn zu Mascagni und von Tosti zu Bizet. Sie besitzt eine goldene Stimme und ein sicheres Talent, das dem entspricht, was sie singt. Anna Caterina Antonacci ist Preisträgerin verschiedener internationaler Wettbewerbe, darunter die renommierten Maria Callas und Luciano Pavarotti. Ausgestattet mit einer wunderschönen Sopranstimme und einer sehr großen stimmlichen Beweglichkeit, kurzum die ideale Stimme, um uns im Finale mit Bravour das wunderschöne Chanson bohème von Georges Bizet vorzutragen, das den Saal förmlich aus den Angeln hob.
Ihre Suche nach Authentizität, ihre Dynamik, ihre Schönheit, ihre Reife, ihr Humor und ihre Vorliebe für Barockmusik erfüllten die zahlreichen Liebhaber im Publikum. Beim anschließenden Abendessen erzählte sie uns, wie glücklich sie war, eine solche Begeisterung und einen solchen Eifer bei den Zuschauern zu entdecken.
An ihrer Seite, bescheiden und talentiert zugleich, teilte sie ihre Leidenschaft mit ihrem üblichen Begleiter und Pianisten, dem Amerikaner Donald Sulzen.
Die Sopranistin, die in der Lage ist, in vielen Repertoires Wunder zu vollbringen, stellt sich während der über eine Stunde dauernden Aufführung mit Leichtigkeit allen technischen Anforderungen der Vokalmusik von Fauré oder Manuel de Falla, aber die schöne italienische Sängerin kann auch den Geist, die Stimmungen und die Nuancen der verschiedenen Heldinnen, die sie verkörpert, einbringen. Dramatisch oder verspielt, schelmisch oder zärtlich, fälschlicherweise kandide, verzauberte sie uns durch die subtile Vielfalt ihrer Interpretationen, die sie mit großer Feinheit verkörperte.
Wir haben einen unvergesslichen Abend verbracht: Was für ein schöner Geburtstag – mit Musik – für die SHOMS.
J.M.S.